BIENE landet Anfang 2009

Die Pressemitteilung BIENE landet Anfang 2009 von Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen liegt, verbunden mit der Bitte um Veröffentlichung, schon seit Monaten vor. Leider habe ich es nicht geschafft, den Text rechtzeitig hier einzustellen. Das möchte ich nachholen, anbei der Text:

Preisverleihung des BIENE-Wettbewerbs am 30. Januar / Veranstalter verlängern Testphase wegen hoher Zahl komplexer Angebote

Berlin/Bonn, 10. Oktober 2008 – Die Preisverleihung der BIENE 2008, des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetangebote, findet am 30. Januar im Jüdischen Museum in Berlin statt. Ursprünglich hatten die Veranstalter, die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, geplant, die Preise im Dezember dieses Jahres zu überreichen.

“Wir freuen uns über die hohe Zahl komplexer Angebote, die sich für die Feintests qualifizieren konnten” erläutert Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. “Um diese Seiten aber mit dem gleichen Qualitätsanspruch wie bisher zu testen, benötigen das Prüfteam und unsere Praxistester mit Behinderung mehr Zeit. Nur so können wir gewährleisten, dass alle Webseiten, die sich für das Finale qualifizieren, so barrierefrei wie möglich sind.”

“Aus Sicht der Menschen mit Behinderung ist die verlängerte Testphase ein Gewinn”, sagt Iris Cornelssen, BIENE-Projektleiterin bei der Aktion Mensch. “Deutlich mehr Webseiten als in den vergangenen Jahren bieten den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und beispielsweise eigene Inhalte zu erstellen. Das ist eine echte Bereicherung, stellt aus Sicht des Testverfahrens aber auch eine Herausforderung dar.” Den neuen Termin für die Preisverleihung sieht Cornelssen positiv: “Die bisherigen Preisverleihungen waren für alle, die sich professionell mit der Barrierefreiheit im Internet beschäftigen immer ein gelungener Jahresabschluss. Mit der Verleihung der BIENE im Januar 2009 geben wir nun ein deutliches Signal für ein barrierefreies Internet zum Jahresauftakt.”

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für “Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten”, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Mehr als 1.000 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 50 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.

Teilnehmen können Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. Für Webent-wickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder an-dere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Ausschreibungsfrist hatte am 6. Mai 2006 begonnen. Einsendeschluss war der
15. Juli 2008. Die Preisverleihung findet am 30. Januar 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de oder bei:

Pressestelle der Aktion Mensch

Iris Cornelssen und Christian Schmitz
Heinemannstraße 36
53175 Bonn

Telefon: (02 28) 20 92-3 77 oder 3 64
Telefax: (02 28) 20 92-3 33

iris.cornelssen@aktion-mensch.de
christian.schmitz@aktion-mensch.de
http://www.aktion-mensch.de

Stiftung Digitale Chancen

Jutta Croll, M. A.
Büro Berlin:
Fasanenstraße 3
10623 Berlin

Telefon: (0 30) 43 72 77-30
Telefax: (0 30) 43 72 77-39
Mobil: (01 63) 5 49 37 73

Büro Bremen:
Am Fallturm 1
28359 Bremen

Telefon: (04 21) 2 18-40 46
Telefax: (04 21) 2 18-48 94

jcroll@digitale-chancen.de
http://www.digitale-chancen.de

Meldestelle veröffentlicht Liste “Annahme verweigert!”

Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen, die im Internet auf Hindernisse stoßen, ist die Meldestelle für Webbarrieren. Eingerichtet wurde sie im Oktober 2006 vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI).

Seither nutzen Surfer, die motorisch eingeschränkt, gehörlos, blind oder sehbehindert sind, das Angebot, indem sie auf konkrete Probleme aufmerksam machen. Immer dann werden die Mitarbeiter der AbI-Meldestelle aktiv: Sie kontaktieren die Seitenbetreiber, weisen auf die Hindernisse hin und liefern Hilfestellungen für ihre Beseitigung. Viele Barrieren konnten dadurch direkt behoben werden.

Unternehmen ignorierten mehrfach Hinweise auf Webbarrieren

Einige Anbieter ignorieren jedoch sämtliche Angebote, zu denen auch informelle Informationsgespräche zählen. Kommt von Unternehmen, die von der AbI-Meldestelle mindestens drei Mal angeschrieben werden, keinerlei Reaktion, werden sie in der Liste mit dem Titel “Annahme verweigert!” veröffentlicht. Diese ist ab sofort im Internet unter www.webbarrieren.wob11.de/annahmeverweigert.html zu finden.

Durch Barrieren im Web werden zahlreiche Nutzer benachteiligt. Körperlich behinderten Menschen, die keine Maus benutzen können, wird der Zugang zu Informationen versperrt, falls die Bedienbarkeit einer Seite nicht durch die Tastatur gewährleistet ist. Wenn Menschen mit Sehschwäche, die eine große Bildschirmauflösung und große Schriften wählen, Inhalte wegen Überlagerung nicht lesen können, ist dies ebenfalls eine Barriere.

Blinde Internetnutzer bedienen sich beim Surfen einer Technologie, die ihnen die Bildschirminhalte vorliest. Wenn Überschriften, Absätze und Links für die Software nicht klar erkennbar sind, verliert der blinde User den Überblick. Und auch gehörlose Surfer stoßen auf Probleme im Internet: Für sie sind Informationen, die auf Audio- und Videodateien ohne Untertitel enthalten sind, nicht nutzbar.

(Quelle: AbI-Pressemeldung vom 08.09.2008)